Wädenswil

Der Beginn einer guten Zusammenarbeit

Der Beginn einer guten
Zusammenarbeit

Am letzten Samstag im Oktober fand das Unterhaltungskonzert des Musikvereins Harmonie Wädenswil in der Kulturhalle Glärnisch statt. Das diesjährige Thema war 1920er- und 1930er-Jahre. Wie jedes Jahr war die Bühne passend zum Thema dekoriert und grosse Köpfe von George Gershwin, Benny Goodman und Charly Chaplin blickten den Zuschauern von oben entgegen.

Um 20.15 Uhr erklang der erste Ton. Die Musiker spielten erstmalig unter der Leitung von Roman Brogli. Mit grosser Spannung und vielen Erwartungen waren die Zuschauer in die ausverkaufte Kulturhalle gekommen. Wie wird der «Neue» wohl sein, was ist anders? In den darauffolgenden zwei Stunden wurden die Erwartungen vollständig erfüllt, wenn nicht übererfüllt. Mit grossem Schwung begann das Programm mit dem Konzertmarsch Gibraltar von R. Waterer. Dann ging es schon weiter mit dem Hauptstück des Abends. Charles Chaplin – Selection. Hier waren die Musiker und der Dirigent gefordert, dieses sehr anspruchsvolle Stück über ca. 13 Minuten zu spielen. Das Stück fand bei den Zuschauern grossen Anklang und man merkte, welche Einigkeit zwischen dem Dirigenten und dem Orchester besteht. Mit dem Walzer Nr. 2 von Schostakowitsch wechselte man zu einer bekannten Melodie bevor mit Tribute to Dixie von G. Tinner mit den Solisten Mario Anderegg (Klarinette), Adi Frischknecht (Trompete), Heike Schmitz (Saxophon) und Matthias Wüest (Posaune) das letzte Stück vor der Pause dargeboten wurde. Mit grossem Applaus entliess man das Orchester in die wohlverdiente Unterbrechung, die für das Publikum mit Kuchenbuffet und Tombola kurzweilig war.

Der zweite Teil begann schwungvoll mit Tea for Two von V. Youmans, danach wurde das zweite grosse Stück des Abends – In the Miller Mood von G. Miller – gespielt. Spätestens jetzt hatte auch der letzte Zuschauer gemerkt, mit welcher Genauigkeit und Hingabe Roman Brogli das Orchester durch den Abend führte. Man konnte geradezu sehen, wie die Musiker auf den Taktstock des Dirigenten reagierten. Mit Charleston Darling von G. Noris und Fascinating Rhythm von G. Gershwin folgten zwei sehr unterhaltsame Stücke, bevor mit Sing Sing Sing das letzte Stück gespielt wurde. Hierbei überzeugten Claudio Birnstiel am Schlagzeug und Mario Anderegg an der Klarinette mit ihren Soli. Das Publikum forderte daraufhin lautstark nach einer Zugabe, die mit dem Marsch Berliner Luft von P. Lincke und einer Wiederholung von Tribute to Dixie gern erfüllt wurden.

Als Fazit kann man sicher festhalten, dass zwischen der Harmonie und Roman Brogli die Chemie stimmt und hier etwas zusammenwächst, was uns noch viele schöne musikalische Stunden bringen wird. (e)