Wädenswil

Eine Reise durch 40 Jahre Weingeschichte

Die Schweizerische Vereinigung der Weinfreunde (ANAV), Sektion Ufnau, feierte ihr 40-Jahr-Jubiläum auf der Halbinsel Au.

Trotz Ferienbeginn konnte Präsidentin Edith Hensler 50 Mitglieder beim Weinbau­museum willkommen heissen, begrüsste erfreut den ANAV-Präsidenten Jean-­Claude Hofstetter mit Gattin Florence und verdankte Museumsleiterin Katrin Feigel herzlich das Gastrecht an diesem stimmigen Ort.

Nach Kafi und Gipfel setzte man sich mit einem ersten Glas spritzigen Weissen auf die Holzbänke zum ergötzlichen Staunen ob einer Präsentation von lauter Highlights aus 40 Jahren. Klaus Schilling und Hansjürg Keller hatten minuziös in Dokumenten und Fotos gekramt und Erstaunliches zutage gefördert. Da gab es schwungvolle Schriftzüge von Gründern der ersten Stunde hin zu Weinreise-Impressionen, wo es über Kleidung und Frisuren reichlich zu schmunzeln gab.
Der Vorstand hatte sich zum 40-jährigen Bestehen der Sektion Ufnau etwas einfallen lassen: An vier Tischen (Jahresdekaden von 1977-2016) konnte man Rebensäfte verkosten, ja man unterschritt sogar diese Zeit und kredenzte einen 1966er Tokayer, den nicht wenige «noch irgendwie geniessbar» fanden. Beim vergnüglichen Rundgang und Nippen an diversen angejahrten Jahrgängen waren Kommentare ein extra Spass: Rümpfte man bei einigen Tropfen vorerst die Nase, so erschlossen sich etliche nicht selten im Gaumen als passabel. Bei den Roten punkteten beispielsweise zwei 20-jährige ganz enorm: ein 96er Clevner Stäfa Sternenhalde (Gottseidank aus der Magnum) sowie der 97er Pinot Schloss Goldenberg, Dorf.
Gut durchfeuchtet stürmten die Ufnauer den sanften Hügel zum Restaurant Halbinsel Au und sammelten sich im Saal zum Festmahl. Herzlich dankte ANAV-Präsident Jean-Claude Hofstetter für die Einladung zum Jubiläum, insbesondere auf ein Terrain, das im Weinbau immer eine zentrale Rolle spielte.

Nostalgie versus Zukunftshoffnung

Unüberhörbare Nostalgie schlich sich in die wohl gesetzten Worte um die jüngste Vergangenheit der Forschungsanstalt Wädenswil, deren zahlreiche Verdienste Hofstetter auflistete, als sich ebenso unüberhörbar Martin Wiederkehr einschaltete und Hoffnung aufkeimen liess, in dem er vom geplanten Weinbauzentrum berichtete.
Diese Wendung erfreute den ANAV-Botschafter sichtlich und er bedankte sich für das stete Engagement der Sektion. Edith Hensler durfte sich herzhaft übers Gelingen des 40sten freuen und optimistisch aufs 50-Jährige voraus blicken. Ihren Prachtblumenstrauss hat die allzeit engagierte Präsidentin mehr als verdient. (e)

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