Lokalsport Vereine Wädenswil

Zwei Interviews – Zwei Frauen – Zwei Riegen

Mirjam, Du warst im Verein eine erfolgreiche Geräteturnerin. Wie bist Du schliesslich zum Volleyball gekommen?
Also, neben dem Geräteturnen war ich auch noch im Vereinsgeräteturnen aktiv, welches sich immer mit der Fitnessriege aufwärmte. Eines Tages kamen die Volleyball-Damen vorbei und suchten Unterstützung für ein Turnier. Ich meldete mich spontan, und kurze Zeit später war ich Mitglied der Volleyballriege.

Damit unsere Leserinnen und Leser Deine sportliche Entwicklung besser einordnen können: Kannst Du uns kurz durch Deine wichtigsten turnerischen Stationen seit 1986 führen?
Mein turnerischer Weg begann im Mutter-Kind-Turnen und führte mich über die Mädchenriegen, das Geräte- und Vereinsgeräteturnen sowie die Fitnessriege schliesslich zu den Volleyball-Damen. Neben meiner aktiven Teilnahme übernahm ich früh Verantwortung als Leiterin: Im Geräteturnen war ich als Hilfsleiterin, Leiterin und Hauptleiterin tätig, im Geräteturnen Breitensport als Hilfsleiterin und aktuell leite ich die Volleyballriege.

Wow, das ist ja eine beeindruckende Leistung! Welche Bedeutung hat der Turnverein für Dich persönlich?
Der Turnverein bedeutet mir sehr viel. Ich mag es, mich zu bewegen und gemeinsam Sport zu treiben. Wir sind hier wie eine grosse Familie. Viele Mitglieder kenne ich schon seit Jahren, und diese typische Vereinsatmosphäre schätze ich sehr.

Die Riege wurde 2006 gegründet und lange von Evelyn Linsi geleitet. Was hat Dich motiviert, die Leitung dieser Riege zu übernehmen?
Im Verein Wädi-Volley lernte ich viele spannende Übungen kennen und konnte an meiner Technik feilen.
Unsere TVW-Volleyballriege ist eine richtig coole, bunt gemischte Gruppe im Alter zwischen 20 und 67 Jahren. Ich wollte, dass sie so bestehen bleibt, wie sie ist, weshalb ich mich entschloss, die Leitung zu übernehmen.

Und was gefällt Dir persönlich am meisten an der Volleyballriege?
Am meisten mag ich unsere durchmischte Gruppe und die gemeinsame Freude am Volleyball. Besonders schätze ich auch die Teilnahme an externen Turnieren sowie unser traditionelles heimisches Turnier am Bettag.

Welche Ambitionen hast Du mit der Riege?
Mein grösstes Ziel ist, dass meine Volleyballerinnen durch mein Training weiterhin mit Freude und Spass Volleyball spielen. Mit neuen Übungen möchte ich uns spielerisch weiterentwickeln und auch in Zukunft an Turnieren teilnehmen. Über neue Mitglieder würde ich mich sehr freuen.

Gegen welches bekannte Frauenteam würdest Du gerne einmal antreten und wie, glaubst Du, würde das Spiel am Ende ausgehen?
Ganz klar die Begegnungen mit unseren Gegnerinnen an den Turnieren! Es ist immer wieder schön, bekannte Gesichter zu sehen und sich auszutauschen. Und was die Resultate betrifft, lasse ich mich gerne überraschen.

Maya, Du bist seit vielen Jahren im Turnverein aktiv, bist Ehrenmitglied und engagierst Dich noch immer mit viel Herzblut für den Verein. Was motiviert Dich zu diesem langjährigen Einsatz?
Ich mag die Bewegung und die Gemeinschaft, die der Turnverein bietet. Besonders schön finde ich, dass unser «Turnen für Alle» von einem engagierten fünfköpfigen Leiterteam getragen wird.

Aber das könntest Du doch auch einfacher haben, in dem Du einfach nur ein TVW-Mitglied bist?
Natürlich könnte ich mich auch selbst bewegen, aber vielen Menschen hilft es, wenn jemand sie begleitet. Für sie da zu sein und sie zu unterstützen, bereitet mir grosse Freude.

Wie bist Du selbst zum Turnverein gekommen?
Meine TVW-Karriere startete im Vereinsgeräteturnen der Damenriege. Dort waren die Anforderungen etwas entspannter, was mir den Einstieg sehr erleichterte.

Und wie gings weiter?
Ich übernahm die Leitung des Vereinsgeräteturnen und war später auch noch eine Zeit lang im Vorstand der Damenriege in der Technischen Kommission aktiv, spielte bei den TVW-Volleyball-Damen und leite nun seit 1992 das «Turnen für Alle».

Wird man nie Turnvereinmüde?
Nein, überhaupt nicht! Ich bleibe selbst in Bewegung, treffe tolle Menschen und fühle mich als Teil einer lebendigen Gemeinschaft.

Wie hat sich das Turnen für Alle, zu Anfangszeiten «Turnen für Jedermann» genannt, seither gewandelt?
Dass die Teilnehmendenzahl langsam zurückgeht, fällt natürlich auf. Fitnesscenter mit flexibleren Trainingszeiten und die Covid-Jahre haben da sicher ihren Teil beigetragen. Umso schöner ist es, dass wir die Teilnehmenden, die bleiben, mit viel Engagement und Freude weiterhin begeistern können.

Für wen ist die Riege besonders geeignet?
Eigentlich für alle, die Freude an der Bewegung haben. Egal, ob jung oder älter, fit oder gemütlich. Jede Leiterperson gestaltet ein abwechslungsreiches Training mit Aufwärmen, Ausdauer-, Kraft- oder Koordinationsübungen sowie Stretching. Jede und jeder turnt im eigenen Tempo. Eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht nötig, ebenso wenig eine An- oder Abmeldung.

Was würdest Du einer Person sagen, die überlegt, zu kommen, sich aber noch nicht ganz traut?
Unsere Lektionen sind gut struktu­riert, völlig ohne Druck. Man kann jederzeit einsteigen. An- oder abmelden muss man sich nicht. Ein­fach vorbeikommen und ­mitmachen!

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