Bereits zum 51. Mal erscheint in Wädenswil der «Gemeine Anlüger vom Zürichsee» und nimmt mit viel Satire und Lokalkolorit die jüngsten Begebenheiten rund um Dorf, Politik und Fasnacht auseinander. Herausgeberin ist wie immer die Neue Fasnachtsgesellschaft Wädenswil (nfg).
Text: Sarah Ott
Logischerweise wird auch in dieser Ausgabe schonungslos abgerechnet und nicht gespart mit schrägen, peinlichen und lustigen Geschichten, die sich das ganze letzte Jahr über ereigneten. Auf 16 Seiten wird über Geschehenes und oft auch über lieber Ungeschehenes berichtet und dabei kein Blatt vor den Mund genommen.
Auf der Titelseite wird vom geplatzten Traum des durchgehenden Seeuferweges berichtet, da der Kanton das Projekt auf Eis legte – sehr zum Leidwesen all jener, die gerne Steuermillionen dafür ausgegeben hätten. Doch Rettung naht von der Schweizer Armee: Da die bestellten F35-Kampfjets noch irgendwo in weiter Ferne (f)liegen, weiss man in Bern nicht, was man mit dem neu angeschafften Flugzeugträger anfangen soll. Also wird dessen Landepiste ab sofort als Seeuferweg zur Verfügung gestellt, mit einem Zugang per Leiter und mit einer millionenteuren Rampe in Planung. Sollten dereinst trotzdem noch irgendwelche Flugzeuge in der Schweiz eintreffen, kann es sein, dass der Seeuferweg zu Bürozeiten zugunsten des Flugbetriebs nur eingeschränkt nutzbar ist.
Auch gibt es laut Anlüger eine neue Software für die Stadtverwaltung. Der Codename heisst «Was machsch grad», und damit sollen abteilungsübergreifende Informationen transparent gemacht und verbessert werden. Die Einführung stösst jedoch auf breite Ablehnung. Es wird befürchtet, dass dies eine versteckte Überwachungs-Software darstellt. Die Abteilungsleiter drohen nun mit Kündigungen, wenn diese Software eingeführt werden sollte.
Mit grosser Bestürzung und ebensolcher Trauer wird in der Fasnachtszeitung mittels einer Todesanzeige der überraschende Hinschied des beliebten Buchparadies (2000–2025) betrauert. Der letzte grosse Buchladen am Zürichsee erlag einer horrenden Mietzinsforderung von 6700 Franken monatlich, und es trauern dabei viele kleine und grosse Kunden, die Mutter Orell Füssli Thalia AG und die auf gesunden Beinen stehenden Schwesterbetriebe.
Legendär endet die Geschichte um die Fritteuse an der Viehprämierung. Beim Nachfüllen von Öl übersah der Verantwortliche den geöffneten Ablaufhahn, worauf sich das flüssige Gold grossflächig auf dem Boden verteilte. Recherchen des Anlügers haben ergeben, dass die aufgebotene Feuerwehr eine Ölsperre errichten musste, damit der Trinkwasservorrat vom Berg nicht mit Frittieröl kontaminiert wurde. Die polizeilichen Ermittlungen zum geöffneten Ablaufhahn laufen noch, Sabotage gilt allerdings als eher unwahrscheinlich.
Diese und noch viele andere wahre und unwahre Geschichten sind nachzulesen im diesjährigen «Anlüger vom Zürichsee». Kosten für «Grosswättischwiiler en Föifliiber, für Schwanehälsler und nachbarswiler Turnliibler en Schnägg» und ist in diversen Geschäften in Wädenswil, Schönenberg, Hütten, Richterswil und Samstagern erhältlich.
Weitere Informationen unter www.nfgw.ch
Bereits zum 51. Mal erscheint in Wädenswil der «Gemeine Anlüger vom Zürichsee» und nimmt mit viel Satire und Lokalkolorit die jüngsten Begebenheiten rund um Dorf, Politik und Fasnacht auseinander. Herausgeberin ist wie immer die Neue Fasnachtsgesellschaft Wädenswil (nfg).
Text: Sarah Ott
Logischerweise wird auch in dieser Ausgabe schonungslos abgerechnet und nicht gespart mit schrägen, peinlichen und lustigen Geschichten, die sich das ganze letzte Jahr über ereigneten. Auf 16 Seiten wird über Geschehenes und oft auch über lieber Ungeschehenes berichtet und dabei kein Blatt vor den Mund genommen.
Auf der Titelseite wird vom geplatzten Traum des durchgehenden Seeuferweges berichtet, da der Kanton das Projekt auf Eis legte – sehr zum Leidwesen all jener, die gerne Steuermillionen dafür ausgegeben hätten. Doch Rettung naht von der Schweizer Armee: Da die bestellten F35-Kampfjets noch irgendwo in weiter Ferne (f)liegen, weiss man in Bern nicht, was man mit dem neu angeschafften Flugzeugträger anfangen soll. Also wird dessen Landepiste ab sofort als Seeuferweg zur Verfügung gestellt, mit einem Zugang per Leiter und mit einer millionenteuren Rampe in Planung. Sollten dereinst trotzdem noch irgendwelche Flugzeuge in der Schweiz eintreffen, kann es sein, dass der Seeuferweg zu Bürozeiten zugunsten des Flugbetriebs nur eingeschränkt nutzbar ist.
Auch gibt es laut Anlüger eine neue Software für die Stadtverwaltung. Der Codename heisst «Was machsch grad», und damit sollen abteilungsübergreifende Informationen transparent gemacht und verbessert werden. Die Einführung stösst jedoch auf breite Ablehnung. Es wird befürchtet, dass dies eine versteckte Überwachungs-Software darstellt. Die Abteilungsleiter drohen nun mit Kündigungen, wenn diese Software eingeführt werden sollte.
Mit grosser Bestürzung und ebensolcher Trauer wird in der Fasnachtszeitung mittels einer Todesanzeige der überraschende Hinschied des beliebten Buchparadies (2000–2025) betrauert. Der letzte grosse Buchladen am Zürichsee erlag einer horrenden Mietzinsforderung von 6700 Franken monatlich, und es trauern dabei viele kleine und grosse Kunden, die Mutter Orell Füssli Thalia AG und die auf gesunden Beinen stehenden Schwesterbetriebe.
Legendär endet die Geschichte um die Fritteuse an der Viehprämierung. Beim Nachfüllen von Öl übersah der Verantwortliche den geöffneten Ablaufhahn, worauf sich das flüssige Gold grossflächig auf dem Boden verteilte. Recherchen des Anlügers haben ergeben, dass die aufgebotene Feuerwehr eine Ölsperre errichten musste, damit der Trinkwasservorrat vom Berg nicht mit Frittieröl kontaminiert wurde. Die polizeilichen Ermittlungen zum geöffneten Ablaufhahn laufen noch, Sabotage gilt allerdings als eher unwahrscheinlich.
Diese und noch viele andere wahre und unwahre Geschichten sind nachzulesen im diesjährigen «Anlüger vom Zürichsee». Kosten für «Grosswättischwiiler en Föifliiber, für Schwanehälsler und nachbarswiler Turnliibler en Schnägg» und ist in diversen Geschäften in Wädenswil, Schönenberg, Hütten, Richterswil und Samstagern erhältlich.
Weitere Informationen unter www.nfgw.ch