Wädenswil

Marianne Reichel-Frutschi – die Bergmalerin

Die Künstlerin Marianne Reichel-Frutschi malt besonders gerne Berge. Die Berge sind für sie Kraftorte, an denen sie auftanken kann. Sie verbrachte ihre Jugend in Stans und hält sich regelmässig im Berner Oberland auf – das prägte und prägt ihre Liebe zur Bergwelt und beeinflusst ihre künstlerische Arbeit.

Text & Bild: Ingrid Eva Liedtke

Die zum Teil grossformatigen Bilder von Marianne Reichel-Frutschi entstehen in Mischtechnik aus Acrylfarbe, sind manchmal auch abstrakt, meistens aber in erdigen Farbtönen gehalten. Sie mischt gerne Asche und Sand bei. Aquarelle bilden ebenfalls einen wichtigen Bestandteil ihres Werkes. Skizzenblöcke und Aquarellfarben begleiten die Künstlerin auf Wanderungen und Reisen. Dies ermöglicht ihr, spontane Eindrücke festzuhalten.

Zu ihrer Kunst äussert sich Marianne Reichel-Frutschi folgendermassen:

Du malst immer noch Berge. Was bedeuten sie Dir?
Ja, Berge sind das Hauptthema meines Schaffens. Als Mitglied der Gilde der Schweizer Bergmaler und Bergmalerinnen treffe ich oft Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch, und regelmässige Gruppenausstellungen beflügeln mein Schaffen. Die Erhabenheit der Bergwelt erzeugt unterschiedliche Stimmungen. Ich lasse die Emotionen in meine Werke einfliessen, damit sie dem Betrachter und der Betrachterin eine individuelle Interpretation ermöglichen.

Gibt es andere Sujets, die Du auch gerne wählst?
Grossformatige abstrakte Kompositionen faszinieren mich ebenso. Mit einer Mischtechnik aus Acrylfarben, Sand und Asche bringe ich innere Stimmungen zum Ausdruck.

Wie hat sich Deine Malerei im Laufe der Jahre entwickelt?
Bereits als Kind entdeckte ich die Liebe zur Malerei. Bildhauer und Maler in der näheren Verwandtschaft unterstützten meine Anfänge. Zeichen- und Malwettbewerbe beflügelten als Kind mein Schaffen. Später stellte die Malerei einen Ausgleich zur Arbeitswelt in der Flug- und Tourismusbranche dar. Inspiration holte ich mir während zahlreicher Reisen, Museumsbesuche und Ferien in den Bergen, besonders im Berner Oberland. Der Besuch von Intensiv-Akademie-Kursen in Österreich sowie diversen Abendkursen in Zürich eröffnete mir immer wieder neue Erkenntnisse und Perspektiven.

Ist die Malerei eine Konstante in Deinem Leben?
Ja, unbedingt. Das Malen im Atelier oder das Skizzieren und Aquarellieren in der freien Natur entrücken mich vom Alltag. Im Brotberuf bin ich pensioniert, als Künstlerin werde ich mit meinem kreativen Arbeiten nie aufhören.

Was sind essenzielle Aussagen, die Du zu Deinem Malen machen möchtest?
Die Bilder sind Mitteilungen aus dem Innern, ein Spiegel der Eindrücke. Die Farbe wirkt als Ausdrucksmittel und Stimmungsträger. Meine Bilder sollen eine Stimmung erzeugen und positive Gefühle hervorrufen. Eine gewisse Ästhetik im Ausdruck ist mir sehr wichtig. Mit einer durchdachten Bildinszenierung, mit Licht, Schatten und Farbkompositionen als Stimmungsträger, möchte ich den Betrachter vom Alltag ablenken.

Werdegang und Ausstellungen

Marianne Reichel-Frutschi ist in Stans NW geboren. Sie besuchte die Handelsmittelschule und schloss sie mit einem Diplom ab. Es folgten Sprachaufenthalte in Neuenburg und London.

Reichel besuchte Zeichen- und Malkurse an der Schule für Gestaltung und an der Volkshochschule Zürich. Sie besuchte Intensiv-Akademie-Kurse in Österreich bei Gerhard Almbauer, Rudolf Hradil, Heribert Mader und Bernhard Vogel.

Marianne Reichel-Frutschi ist freischaffende Künstlerin mit eigenem Atelier in Wädenswil und hat schon an einigen Ausstellung teilgenommen – Einzel- wie auch Gruppenausstellungen. Sie nimmt regelmässig an den Ausstellungen der Gilde der Schweizer Bergmaler und Bergmalerinnen teil.
2023 wurden schon einmal Bilder von ihr im Kunstfenster Schönenberg gezeigt.

Die Bilder von Marianne Reichel-Frutschi werden seit dem 21. Januar im Kunstfenster Schönenberg ausgestellt.
Im Kunstkasten Wädenswil verweist ebenfalls ein Werk auf die Ausstellung.

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