50 Jahre Guggenmusig Trubadix – eine lange Zeit, die auch eng mit der Geschichte der Wättischwiiler Fasnacht in der Neuzeit verknüpft ist.
Am 17. März 1976 gründeten Peter und Jolanda Burkhard, Karin Schatzmann, Jeanette Stähelin, Erwin Zehnder und Peter Siedler in einer Hütte ob Siebnen die Wädenswiler Guggenmusik Trubadix. Den Namen wählten sie in Anlehnung an den immer falsch spielenden Barden aus den Asterix-Geschichten. Die erste Probe fand am 16. November 1976 in der Turnhalle Glärnisch statt. Als Probelokal diente hernach der Singsaal im Schulhaus Glärnisch. Obwohl es gelungen war, über ein Inserat im «Allgemeinen Anzeiger vom Zürichsee» noch einige Mitglieder zu gewinnen, war die Besetzung am ersten öffentlichen Auftritt, der «Etzelbööggete» an der Wädenswiler Fasnacht 1977, klein: Eine Pauke, eine Trompete, ein Saxophon, eine Posaune, eine Cinelle, ein Piccolo, ein Schellenbaum und zwei Kasus.
In den Jahren 1977 und 1978 traten die jetzt rund zwanzig Aktivmitglieder als Barden und mit Perücke auf. Für die Fasnacht 1979 stellte die Guggenmusik dann allen Mitwirkenden Stoff in Schwarz und dreierlei Grün für ein Kostüm zur Verfügung, das selbst geschneidert werden musste, dazu kam ein schwarzer Filzhut. Je nach Geschick kamen so ganz unterschiedliche Techniken zur Anwendung. Die einen nähten, andere etwa nieteten.
1981 trat die Trubadix als «Miss Helvetia im Schlafrock» erstmals in einem Kostüm mit Kopf auf. Die Kopfform erhielt man durch aufgeblasene Ballone, die mit viel Fischkleister und alten Zeitungen überdeckt wurden. Waschmitteltrommeln bildeten den Hals.
Im Frühling 1981 feierte die Guggenmusik ihr fünfjähriges Bestehen mit einem Kinderfest in der Freizeitanlage Untermosen am Nachmittag und einem abendlichen Fest für die Erwachsenen in der Garage des Hallenbads. Stargast am Nachmittag war der aus den Heidi-Filmen bekannte Geissenpeter-Darsteller Stefan Arpagaus.
Als 1989 die Zahl der Aktiven zu stagnieren oder gar abzunehmen drohte, suchte man über «Radio 24» Nachwuchs. Der Aufruf zeigte zwar nicht allzuviel Wirkung, dafür war der Name Trubadix am Radio zu hören. Mit 44 Aktiven erreichte die Guggenmusik 1996 einen ersten Höchststand.
Das Wirken der Guggenmusik Trubadix beschränkt sich nicht auf das heimatliche Wädenswil. Seit dem ersten auswärtigen Auftritt am Fackelumzug vom 6. Januar 1981 in Bäch zieht es die Gugge immer wieder in die nähere oder weitere Umgebung und sogar ins Ausland. Das Jahr 1985 brachte einen Auftritt im Zirkus Knie, und 1986 besuchte man die Fasnacht in Tuttlingen und Spaichingen in Deutschland. Zum ersten Auslandeinsatz kam eine weitere Neuerung: Erstmals stand mit Remo Bianchi ein dirigierender Tambourmajor vor der Gugge.
Das Jahr 1990 ermöglichte ein paar gemeinsame Auftritte mit der Guggenmusik «Los Frizzantinos» von Horgen. Mit rund 70 Guggern auf einer Bühne zu stehen bedeutete ein besonderes Erlebnis. Aber auch der Besuch der Mainzer Fasnacht im selben Jahr war überwältigend. Vor so vielen Leuten hatte man bisher noch nie gespielt! Zum Erfolg wurde sodann die Beteiligung am Rosenmontagumzug 1993 in Köln.
1992 nahmen die Gugger erstmals an der Wädenswiler Chilbi teil, und zwar mit einem fahrbaren Verkaufsstand.
Wichtig für die Wättischwiiler Fasnacht ist auch das Mitwirken der Trubadix an den Schnitzelbankfesten. Aus ihren Reihen entstand die bis 2025 aktive Gruppe «Luggebüesser» und auch Annekäthi Huuser hat ganz enge Bindungen zu verschiedenen Trubadixerinnen und Trubadixer. Für das Zeltlager der Aktion Ferienpass Wädenswil, welches unter der Obhut der Freizeitanlage Wädenswil läuft, übernehmen zirka zehn Mitglieder der Trubadix jedes Jahr die Organisation und stellen den grössten Teil der Leiter. stb
Weitere Quellen: Jahrbuch der Stadt Wädenswil 2001 von Peter Ziegler; «Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht» von Walter Tessarolo.
Bilder: Archiv Rita Baumgartner-Winet.
50 Jahre Guggenmusig Trubadix – eine lange Zeit, die auch eng mit der Geschichte der Wättischwiiler Fasnacht in der Neuzeit verknüpft ist.
Am 17. März 1976 gründeten Peter und Jolanda Burkhard, Karin Schatzmann, Jeanette Stähelin, Erwin Zehnder und Peter Siedler in einer Hütte ob Siebnen die Wädenswiler Guggenmusik Trubadix. Den Namen wählten sie in Anlehnung an den immer falsch spielenden Barden aus den Asterix-Geschichten. Die erste Probe fand am 16. November 1976 in der Turnhalle Glärnisch statt. Als Probelokal diente hernach der Singsaal im Schulhaus Glärnisch. Obwohl es gelungen war, über ein Inserat im «Allgemeinen Anzeiger vom Zürichsee» noch einige Mitglieder zu gewinnen, war die Besetzung am ersten öffentlichen Auftritt, der «Etzelbööggete» an der Wädenswiler Fasnacht 1977, klein: Eine Pauke, eine Trompete, ein Saxophon, eine Posaune, eine Cinelle, ein Piccolo, ein Schellenbaum und zwei Kasus.
In den Jahren 1977 und 1978 traten die jetzt rund zwanzig Aktivmitglieder als Barden und mit Perücke auf. Für die Fasnacht 1979 stellte die Guggenmusik dann allen Mitwirkenden Stoff in Schwarz und dreierlei Grün für ein Kostüm zur Verfügung, das selbst geschneidert werden musste, dazu kam ein schwarzer Filzhut. Je nach Geschick kamen so ganz unterschiedliche Techniken zur Anwendung. Die einen nähten, andere etwa nieteten.
1981 trat die Trubadix als «Miss Helvetia im Schlafrock» erstmals in einem Kostüm mit Kopf auf. Die Kopfform erhielt man durch aufgeblasene Ballone, die mit viel Fischkleister und alten Zeitungen überdeckt wurden. Waschmitteltrommeln bildeten den Hals.
Im Frühling 1981 feierte die Guggenmusik ihr fünfjähriges Bestehen mit einem Kinderfest in der Freizeitanlage Untermosen am Nachmittag und einem abendlichen Fest für die Erwachsenen in der Garage des Hallenbads. Stargast am Nachmittag war der aus den Heidi-Filmen bekannte Geissenpeter-Darsteller Stefan Arpagaus.
Als 1989 die Zahl der Aktiven zu stagnieren oder gar abzunehmen drohte, suchte man über «Radio 24» Nachwuchs. Der Aufruf zeigte zwar nicht allzuviel Wirkung, dafür war der Name Trubadix am Radio zu hören. Mit 44 Aktiven erreichte die Guggenmusik 1996 einen ersten Höchststand.
Das Wirken der Guggenmusik Trubadix beschränkt sich nicht auf das heimatliche Wädenswil. Seit dem ersten auswärtigen Auftritt am Fackelumzug vom 6. Januar 1981 in Bäch zieht es die Gugge immer wieder in die nähere oder weitere Umgebung und sogar ins Ausland. Das Jahr 1985 brachte einen Auftritt im Zirkus Knie, und 1986 besuchte man die Fasnacht in Tuttlingen und Spaichingen in Deutschland. Zum ersten Auslandeinsatz kam eine weitere Neuerung: Erstmals stand mit Remo Bianchi ein dirigierender Tambourmajor vor der Gugge.
Das Jahr 1990 ermöglichte ein paar gemeinsame Auftritte mit der Guggenmusik «Los Frizzantinos» von Horgen. Mit rund 70 Guggern auf einer Bühne zu stehen bedeutete ein besonderes Erlebnis. Aber auch der Besuch der Mainzer Fasnacht im selben Jahr war überwältigend. Vor so vielen Leuten hatte man bisher noch nie gespielt! Zum Erfolg wurde sodann die Beteiligung am Rosenmontagumzug 1993 in Köln.
1992 nahmen die Gugger erstmals an der Wädenswiler Chilbi teil, und zwar mit einem fahrbaren Verkaufsstand.
Wichtig für die Wättischwiiler Fasnacht ist auch das Mitwirken der Trubadix an den Schnitzelbankfesten. Aus ihren Reihen entstand die bis 2025 aktive Gruppe «Luggebüesser» und auch Annekäthi Huuser hat ganz enge Bindungen zu verschiedenen Trubadixerinnen und Trubadixer. Für das Zeltlager der Aktion Ferienpass Wädenswil, welches unter der Obhut der Freizeitanlage Wädenswil läuft, übernehmen zirka zehn Mitglieder der Trubadix jedes Jahr die Organisation und stellen den grössten Teil der Leiter. stb
Weitere Quellen: Jahrbuch der Stadt Wädenswil 2001 von Peter Ziegler; «Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht» von Walter Tessarolo.
Bilder: Archiv Rita Baumgartner-Winet.