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«Be our guest» – die Einladung zum Jahreskonzert des Gospelchors Wädenswil

Text: Alexia Bischof
Bild: Stefan Baumgartner

Die 41 Sängerinnen und Sänger trafen singend von verschieden Seiten an ihrem vorgesehenen Platz auf der Bühne ein. Sei unser Gast – so das erste Stück aus «Die Schöne und das Biest». Die Reise von der Chorleitung von Adeline Marty und der Dirigentin Jessica Marty führte nach Schottland an das Loch Lomond. Mit diesem schottischen Volkslied wähnte sich mach einer wirklich im Südwesten der Highlands. Wieder zurück in der Schweiz zu «Vreneli ab em Guggis­berg», welches sehr emotional vorgetragen wurde. Die nächste Station war Malaysia. «Rasa Sayang», ein wirklich schönes Volkslied. Dieses berührte und der Gedanke kam auf, tatsächlich bald einmal richtige Reiseunterlagen anzuschauen. Während sich die 14 Männer rasch von der Bühne entfernen durften, stimmten die Frauen alleine «Bring Me Little Water, Silvy» an. Die Hälfte gaben dabei mit Klatschen und Stampfen den Rhythmus an und wurden von ein paar tollen Stimmen unterstützt.
Nach den wunderbaren A-cappella-Liedern begleitete nun Adeline Marty am Piano. Nun starteten die «Oldies but goldies» mit «Hello Dolly» (eine reine Männershow), «New York, New York, New York» und «Over the Rainbow» – ein Stück, von dem es über 100 Covers gibt. Das Disney-Medley aus «Arielle, die Meerjungfrau» und einem Stück vom «Dschungelbuch» rundeten dann die goldenen Zeiten ab. Es folgte ein ruhiger Block, passend zur Vorweihnachtszeit. Eine kleine Frauenformation trat mit «Mariä Wiegenlied» auf. Nun stand die zwölfjährige Estelle Wick mit ihrer Violine auf der Bühne und begleitete den ganzen Chor zum «Pacem» von Lee Dengler. Der anschliessend etwas längere Applaus galt dem wunderbarem Arrangement und dem jungen Talent. Die Kirche erhellte und das Publikum wurde erstmals eingeladen mitzusingen: «Süsser die Glocken nie klingen», ein bekanntes Weihnachtslied. Der Inhalt des nächsten Liedes handelte von Hoffnung und Zuversicht in «In his Time», einem ruhigen, melancholischen Werk. «Christmas sanctus» mit «holy, holy, holy» passte wunderbar zur grossen, schön geschmückter Tanne in der reformierten Kirche und versetzte schliesslich alle in die nötige Vorweihnachtsstimmung. Den Letzten riss dann das fetzige «Winter Wonderland» von den Bänken. Den grossen Dank an die Marty-Frauen gab die Chorleiterin dann warm an ihre farbige Gruppe weiter. Ohne sie alle wäre so ein Konzert nie möglich. Besonders stolz ist sie auch auf «ihren Nachwuchs», zwei junge Männer, welche schon mit sechs Jahren bei ihr gesungen haben und nun im Gospelchor mitmachen. Das Schlussbouquet «Rockin’ Jerusalem», ein echter Gospel, wo der Name Programm ist. «Ring the bells», es ist Zeit für Weihnachten – wir sind bereit. Nach der Zugabe mit allen Chor- und Zuschauersängerinnen und -sängern «White Christmas» in Englisch und Deutsch entleerte sich das Kirchenschiff. Hoffen wir auf den letzten Takt: Möcht’s auf Erden immer Frieden sein.

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