Wädenswil

Acht Fragen an Elsa Hernández-Donohue

Sie ist seit etwas mehr als einem Jahr Direktorin der Zurich International School ZIS mit Standorten in Wädenswil und Adliswil.

Elsa Hernández-Donohue, welche Verbindungen zwischen der Schule und der Stadt Wädenswil wurden in Ihrem ersten Jahr besonders gefördert oder neu aufgebaut?
Wir haben die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen ausgeweitet, insbesondere mit Pro Senectute für generationsübergreifende Projekte wie Schulbesuche, Mentoring und gemeinsame Kultur- und Lernangebote. Wir pflegen auch Partnerschaften mit Primarschulteams des Schulhauses Wilacker in Adliswil, an unserem anderen Schulstandort in der Region. Eine weitere Zusammenarbeit ist jene mit der Stadtbibliothek Wädenswil, wo wir Informationen zu deutsch- und englischsprachigen Büchern und Autorinnen und Autoren austauschen.

Wie hat sich Ihrer Meinung nach das Verhältnis der Schule zur lokalen Bevölkerung und zu lokalen Behörden entwickelt?
Das Verhältnis ist partnerschaftlich und vertrauensvoll, das liegt auch an der engen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Der wertvolle Austausch mit dem Stadtpräsidenten Philipp Kutter hilft uns zu sehen, wie wir uns noch besser einbringen können.

Gibt es spezielle Angebote oder Programme an der ZIS, um Schülerinnen und Schüler oder Familien auch lokal einzubinden?
Ja, zum Beispiel unsere Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) bei unserem Food Forest Garden: Schülerinnen und Schüler gestalten, pflegen und nutzen ein Lern- und Begegnungsareal, das Teil unseres Food Forest Gardens auf dem Lower School Campus in Wädenswil ist.

Für wieviele Menschen in Wädenswil ist die ZIS Arbeitgeberin?
Derzeit beschäftigen wir 23 Personen aus Wä­dens­wil. Seit ein paar Jahren bilden wir auch Lehrlinge in den Bereichen KV, Informatik und Facility Management aus.

Welche Rolle spielt Internationalität/Mehrsprachigkeit in Ihrem Schulkonzept?
Internationalität und Mehrsprachigkeit sind zentral. Sie sind Teil unseres ausgeweiteten Sprachprogramms (Bilingual Pathway) und fördern interkulturelle Kompetenz sowie globale und akademische Perspektiven. Wir investieren in Lehrkräfte, Ressourcen und Austauschprogramme, um dadurch Sprachbildung und soziale Kompetenzen zu fördern.

Wie gehen Sie mit Kritik oder widersprüchlichen Erwartungen von Eltern und Stakeholdern um?
Wir begegnen Kritik transparent, lösungsorientiert und respektvoll – durch gezielte Kommunikation, Dialogformate (Elternforen, Stakeholder-Meetings), klare Entscheidungsprozesse und partizipative Projektgruppen.

Welches wichtige Projekt oder Ziel möchten Sie in den nächsten Jahren realisieren?
Prioritär ist die flächendeckende Umsetzung des optimierten Sprachprogramms (Ausbau Bilingual Pathway), was auch die Rekrutierung herausragender Pädagoginnen und Pädagogen umfasst. Gleichzeitig wollen wir das Food-Forest-Garden-Modell weiterentwickeln und die gemeindebasierten Partnerschaften (z. B. mit Pro Senectute, Stadt Wädenswil) institutionalisiert verankern, damit alle profitieren. Kurz: Wir möchten unsere Rolle als verlässlicher Nachbar in Wädenswil noch weiter stärken.

Was schätzen Sie persönlich am meisten an Wädenswil als Schulstandort?
Ich schätze die starke Gemeinschaftsorientierung, die kulturelle Vielfalt und die Nähe zur Natur sowie zu Forschungspartnern. (e)

Weitere Infos und Schüler-/Schülerinnen-Besuchstage (auf Anmeldung): www.zis.ch

Teilen mit: