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Es geht weiter mit der Zentrumsplanung Ortsteil Au

Der Schlussbericht der von der Stadt Wädenswil in Auftrag gegebenen Testplanung für die Neugestaltung des Zentrumsgebietes Au liegt vor. Die Resultate fliessen in die weitere Planung im Rahmen der laufenden Revision der Bau- und Zonenordnung ein, in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton.

Text: Susi Klausner
Bild: Stefan Baumgartner

Die von den drei Planungsteams erarbeiteten Vorschläge wurden im Juli in einem Quartierforum der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie beinhalten die Themen Zentrum, Nutzung, Bebauung, Freiräume und Erschliessung.

Zentrum

Der Perimeter wird in vier Bereiche mit spezifischen Merkmalen eingeteilt: Unterort, mit Weiterentwicklung der bestehenden Wohnnutzung; ein Landschaftsfenster als zentrales Element; Bahnhof Au mit Zentrumsfunktion sowie Mittelort mit den Schwerpunkten Wohnen und Arbeiten.

Einen klassischen Ortskern zu gestalten, wird als nicht realisierbar angesehen. Es wird von einem kompakten Zentrum gesprochen mit zwei Teilbereichen, beim Bahnhof, als Ankunfts- und Abfahrtsort, und dem Au-Park. Auf die Gestaltung des Raumes zwischen den beiden Bereichen soll besonderer Wert gelegt werden. Dabei werden Stadt und Kanton eng zusammenarbeiten, um ein Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) für die Seestrasse inklusive der Fussgängerverbindung zur Kantonsschule zu erarbeiten.

Nutzung

Im Bereich Unterort soll die heutige Wohnnutzung weiterentwickelt werden. Für die Bereiche Bahnhof und Mittelort wird eine Mischnutzung von Gewerbe und Wohnen vorgeschlagen, wobei der Gewerbeanteil höher ausfallen wird, sodass weiterhin genügend Gewerberaum zur Verfügung steht.

Bebauung

Die Planungsteams präsentieren für die Bebauung der vier Bereiche Ansätze mit unterschiedlichen Gebäudehöhen, die der Vielfältigkeit des Gebietes Rechnung tragen. Von einer Gestaltung mit Hochhäusern wird eher abgesehen.

Freiräume

Das als Landschaftsfenster bezeichnete Gebiet zwischen Unterort und Bahnhof wird vom Beurteilungsgremium als grosse Qualität und zentrales Element betrachtet. Für diese neue Nutzung muss ein Bereich der heutigen Industriezone in den Perimeterteil Unterort verlagert werden.

Da die Nationalen Flachmoore ungeschmälert erhalten werden müssen, entwickelten die Planungsteams verschiedene Ideen, wie zum Beispiel die Erstellung einer «grünen Wand» zur Verminderung von Störungen der Moorlandschaft oder eine extensiv genutzten «Gelände-Linse» auch als Raum für Erholungssuchende. Für die bereits beeinträchtigten Teilbereiche der Flachmoore bestehen seitens des Kantons bereits Ideen zur Renaturierung.

Erschliessung

Für die Bereiche Bahnhof Au und Mittelort ist eine Erschliessung der Gewerbeliegenschaften von der Seestrasse zwingend und machbar. Eine südseitige Erschliessung für das Gewerbe ist nicht vorgesehen. Der Zugang für den Fuss- und Veloverkehr soll jedoch nord- und südseitig gewährleistet werden, sowie auch die Verbindungen über die Au-Brücke auf die Halbinsel Au. Ausserdem sind ein «Mittelweg», anschliessend an die Alte Landstrasse und die Fortführung des Panoramaweges, vorgeschlagen worden. Für eine bessere Anbindung der erhöht gelegenen Quartiere an den Bahnhof wird ein Schräglift als positiv erachtet.

Die nächsten Schritte

Die Ergebnisse des Schlussberichtes fliessen in die aktuell laufende Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) ein, wobei die Stadt mit den betroffenen Grundeigentümern und dem Kanton in Kontakt ist. Insbesondere wird die Transformation vom reinen Gewerbegebiet in ein Zentrumsgebiet mit Mischnutzung inklusive Wohnen aufgezeigt werden.

Der Schlussbericht vom 18. Juni 2020 kann als pdf-Datei heruntergeladen werden auf www.waedenswil.ch > Menü > Online-Dienste > Publikationen > Entwicklungsplanung Zentrum Au – Schlussbericht

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