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Entsorgungspark: Andrang am Tag der offenen Tür

Entsorgen! Nur schon das Wort löst oft negative Reaktionen aus. Es tönt nach Mühsal, auch nach Abschied, und nicht einmal gratis ist es! Doch seit dem 2. November gibt es gute Gründe, es trotzdem zu tun, denn die Werke Wädenswil ebnen mit dem neuen Entsorgungspark allen den Weg, sich von verschiedenstem Ballast zu befreien, alles unter einem Dach, teilweise gratis, ganz umweltbewusst – und viele haben es bereits getan!

Rolf Baumbach, Leiter der Werke Wä­dens­wil, freut sich nach der gelungenen und sehr gut besuchten Eröffnungsfeier auch darüber, dass am ersten Samstag mit öffentlichem Betrieb 250 Entsorgungswillige das neue Angebot an der Rütibüelstrasse benutzt haben. 

Gelungener Stresstest
Die Mitarbeitenden waren bestens vorbereitet auf diesen erfreulichen Ansturm, so dass sie bei den nicht zu umgehenden kleinen Startschwierigkeiten mit dem elektronischen Schrankensystem, dem Wägen und dem Bezahlen die Kunden beraten konnten und der Betrieb mit oftmals voll besetzten 9 Entsorgungsplätzen sehr gut funktionierte. 

Für die Werke ist es auch sehr erfreulich, dass in diesen ersten Tagen bereits über 200 Kunden eine «Prepaid-Entsorgungs-Karte» gelöst haben. Dadurch entfällt die, wie auch Rolf Baumbach sagt, etwas komplizierte «Zettelwirtschaft». In den ersten Betriebstagen habe sich auch schon gezeigt, welches der beiden Ladewägelchen-Modelle von den Kunden bevorzugt wird. Rolf Baumbach: «Wir schätzen direkte Kundenrückmeldungen sehr, damit wir unsere Dienstleistungen optimieren können!». 

Werksleiter Rolf Baumbach begrüsst Erstentsorgerin Monika Ritosek

Umfassende Beratung
Im Entsorgungspark wird selbstverständlich mit vielen elektronischen Systemen gearbeitet, doch von Beginn an wurde den Menschen eine wichtige Rolle zugeschrieben: So konnten sich interessierte Werke-Mitarbeitende fachlich und auch im Bereich der Kundenberatung weiterbilden und haben dadurch erweiterte Aufgabengebiete. Und die Kunden haben Gewissheit, immer einen Ansprechpartner zu haben für die Fragen rund um den Ablauf und die Entsorgung. 

Sich dabei beraten zu lassen, ist bei den hochkomplexen Material-Kreisläufen sehr wichtig, damit die Wiederverwertung optimal funktioniert. Schon bei der Eröffnung zeigte es sich, dass sich viele Kunden für diese Zusammenhänge interessieren. Vor allem für die fachgerechte Wiederverwertung von Kunststoffbehältern und speziell der Getränkekartons, als Tetrapaks bekannt, interessierten sich die Kunden stark. Dies sicher auch, weil die separate Entsorgung dieser Verpackungen die sich viel zu rasch füllenden Gebührenkehrichtsäcke entlasten.

Alles unter einem (Solar-)Dach
Eine grosse Entlastung für die Kunden ist es auch, dass im Entsorgungspark Wädenswil wirklich alle Arten von Abfall fachgerecht entsorgt werden können. so müssen sie dies nicht an verschiedenen Orten machen. 

Für alle Kunden, ob sie hier mit dem Auto, dem Velo oder zu Fuss ihre Abfälle entsorgen, wurde bei der Logistik grössten Wert auf die Sicherheit gelegt, indem sich der Kunden- und der Betriebsbereich getrennt auf den gegenüberliegenden Seiten des Gebäude befinden. Dadurch gehörten enge Platzverhältnisse, komplizierte Parkiermanöver und auch längere Wartezeiten zur Vergangenheit der ehemaligen Hauptsammelstelle, die nun rückgebaut wird. 

Mit der abwechslungsreichen und interessanten Eröffnungsfeier, die in der Bevölkerung und auch bei den Vertretern von Partnerverbänden und der Politik grossen Anklang gefunden hat, sowie dem erfolgreichen Betriebsbeginn, darf die Stadt Wädenswil stolz sein auf einen der modernsten Entsorgungsparks der Region, in den man einfach gerne hingeht und gleichzeitig Gutes tut. (kl.)

 

Entsorgung Wädenswil

Wo?
Rütibüelstrasse 5, Bushalt Winterberg

Wann?
Mo–Fr 09.30–12.00 / 13.15–18.00 Uhr
Sa 08.30–14.00 Uhr

Gratis
Alu- und Blechdosen, Aluminium-Kapseln, Batterien, Elektro- und Elektronikgeräte, Glas, Karton, Kunststoff-Flaschen, Getränkekartons (Tetrapak), Leuchtmittel, Öl (bis 20 Liter), Papier gebündelt, PET-Flaschen, Textilien und Schuhe.

Gebührenpflichtig
Grubengut (mineralische Abfälle), Metalle, Sperrgut, Holz und Styropor

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