Als ich am 9. September zur Siedlung an der Erlenstrasse – welche momentan noch unser Zuhause ist – kam, entfuhr mir unwillkürlich ein «Was zum …!». Auf der (Spiel-)Wiese, direkt vor dem ersten Wohnblock, ragten drei riesige Fahnenstangen mit dem Logo der Liegenschafteneigentümerin. Die Stangen sind so hoch, dass sie bis unters Dach des dreistöckigen Gebäudes reichen, damit sie auch wirklich jeder sehen kann.
Wir wissen nicht, ob man jetzt davor den Hut lüpfen, die Landeshymne singen oder sich als Apfel auf Walters Kopf fühlen soll.
Wohlgemerkt: Eine Aussteckung hat (noch) nicht stattgefunden, seitdem allen Mietern im Juli gekündigt worden ist, denn ein Baugesuch wurde nicht eingereicht. Dies führte – nebst einem Gesuch um Mieterstreckung bei der Schlichtungsbehörde – zu einer Anzeige wegen «Vorsätzlichen und rechtswidrigen Massenkündigungen auf Vorrat», weil eine Kündigung «auf Vorrat», also das Bauvorhaben noch nicht ausgereift ist, rechtswidrig ist.
Seitdem ist hier Feuer im Dach, und wo zuvor Leute ausziehen durften, ohne die Wohnung zu putzen – macht ja auch keinen Sinn, wenn alles rausgerissen werden soll – werden andere mit einer zweiseitigen Liste drangsaliert, was sie alles zu putzen und zu ersetzen (!) hätten.
Das Verhalten seitens Eigentümerin erinnert ein wenig an das Sandkastengebaren aus Übersee … Es ist demütigend und absolut peinlich.
Es kann wohl niemand erwarten, dass man sein Zuhause kampflos aufgibt.
Ach ja, ganz übel: «Wenn e Türe zuegaat, gaat irgendwo es anders Türli uuf». Geht gar nicht, sowas will hier keiner hören.
Zwischen Kampfgeist und Resignation,
Ihre Reni Bircher
Als ich am 9. September zur Siedlung an der Erlenstrasse – welche momentan noch unser Zuhause ist – kam, entfuhr mir unwillkürlich ein «Was zum …!». Auf der (Spiel-)Wiese, direkt vor dem ersten Wohnblock, ragten drei riesige Fahnenstangen mit dem Logo der Liegenschafteneigentümerin. Die Stangen sind so hoch, dass sie bis unters Dach des dreistöckigen Gebäudes reichen, damit sie auch wirklich jeder sehen kann.
Wir wissen nicht, ob man jetzt davor den Hut lüpfen, die Landeshymne singen oder sich als Apfel auf Walters Kopf fühlen soll.
Wohlgemerkt: Eine Aussteckung hat (noch) nicht stattgefunden, seitdem allen Mietern im Juli gekündigt worden ist, denn ein Baugesuch wurde nicht eingereicht. Dies führte – nebst einem Gesuch um Mieterstreckung bei der Schlichtungsbehörde – zu einer Anzeige wegen «Vorsätzlichen und rechtswidrigen Massenkündigungen auf Vorrat», weil eine Kündigung «auf Vorrat», also das Bauvorhaben noch nicht ausgereift ist, rechtswidrig ist.
Seitdem ist hier Feuer im Dach, und wo zuvor Leute ausziehen durften, ohne die Wohnung zu putzen – macht ja auch keinen Sinn, wenn alles rausgerissen werden soll – werden andere mit einer zweiseitigen Liste drangsaliert, was sie alles zu putzen und zu ersetzen (!) hätten.
Das Verhalten seitens Eigentümerin erinnert ein wenig an das Sandkastengebaren aus Übersee … Es ist demütigend und absolut peinlich.
Es kann wohl niemand erwarten, dass man sein Zuhause kampflos aufgibt.
Ach ja, ganz übel: «Wenn e Türe zuegaat, gaat irgendwo es anders Türli uuf». Geht gar nicht, sowas will hier keiner hören.
Zwischen Kampfgeist und Resignation,
Ihre Reni Bircher